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  • Proseminar: Hausarbeiten und Essays - Merkblatt

    Richtlinien für die Erstellung einer Proseminararbeit / eines Essays im Proseminar für das Fach Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie

    (Judith Bachmann, Anna Kirchner, Giovanni Maltese)

    1.    Proseminararbeit

    Anforderungen

    Die Studierenden können eine Problemstellung der Religionswissenschaft oder Interkulturellen Theologie in ihrer Relevanz für die gegenwärtigen Debatten beschreiben und im Kontext verorten. Sie können themenrelevante Aspekte einer (oder mehrerer) Position(en) sowohl selbstständig rekonstruieren und den formalen Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten gemäß in einem schlüssigen und begründeten Aufbau darstellen als auch argumentativ und ggf. mit alternativen Positionen vergleichend entfalten und im Blick auf die Problemstellung kritisch beurteilen. Die Studierenden können auf dieser Basis eine eigene religionswissenschaftliche oder interkulturell-theologische Position bezüglich der Problemstellung entwickeln und begründen.
    Die Notengebung orientiert sich an Komplexität der Darstellung und der in der Proseminararbeit zum Ausdruck gebrachten Kompetenzen der Studierenden.

    Umfang

    •    15-20 Seiten (entspricht: ca. 39.000-52.000 Zeichen incl. Leerzeichen),
    •    Schriftgröße 12pt, Zeilenabstand 1,5
    •    Kenntnisnahme von ca. 20 Titeln.

    Inhalt

    •    ein Thema anhand einer oder mehrerer Fragestellungen aufarbeiten (Thema – These)
    •    sofern möglich, Bezug auf mind. eine Primärquelle (nach Absprache)
    •    klarer Bezug zu theoretischen und/oder methodischen Fragestellungen der RW und IKT
    •    Gliederung: Deckblatt, evtl. Vorwort (Abstract, Grenzen der Arbeit), Inhaltsverzeichnis, Hauptteil (Einleitung, Themen, Schluss), Anhang (Literaturverzeichnis, Bilder, Karten, etc.)
    •    Erklärung beilegen: „Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt habe, und dass alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinne nach anderen Werken entnommen sind, durch Angabe der Quellen kenntlich gemacht worden sind.“

    Gliederung der PS-Arbeit (Beispiel)

    Einleitung
    •    Hinführung zum Thema
    •    Zur allgemeinen Relevanz des Themas
    •    Kurze Übersicht zum Forschungsstand
    •    Erläuterung der Vorgehensweise

    Hauptteil
    •    Darstellung des zu untersuchenden Sachverhalts
    •    Eingrenzung des Problems/Forschungsfrage
    •    Kurze (!) Kontextualisierung
    •    Darstellung der Quellenarbeit
    •    Darstellung der verschiedenen Forschungspositionen 
    •    Diskussion/Gegenüberstellung dieser Positionen (evtl. anhand von Beispielen etc.) mit kritischer Rückbindung an die Kontextualisierung der Quelle, sowie dem Kontext der einflussreichsten Forschungsarbeiten
    •    Eigenes Fazit.

    Schluss
    •    Gesamtergebnis und Ausblick.

    2.    Essay

    Umfang

    •    8-10 Seiten Text, Schriftgröße 12pt.
    •    Kenntnisnahme von ca. 5 Titeln.

    Inhalt

    •    Besprechung eines der Lesetexte des Proseminars
    •    Einordnung des Textes in wissenschaftlichen Kontext / Debatte → Thema des Textes
    •    Vorstellung der Hauptaussagen → Thesen des Textes
    •    eigenständige und strukturierte Darstellung der Argumentation des Textes
    •    Kritik, auch unter Verwendung zusätzlicher Literatur (Reaktionen auf Text, andere Positionen)
    •    klarer Bezug zu theoretischen und/oder methodischen Fragestellungen der Religionswissenschaft oder Interkulturellen Theologie
    •    Gliederung: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Hauptteil, Literaturverzeichnis
    •    Erklärung beilegen: „Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt habe, und dass alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinne nach anderen Werken entnommen sind, durch Angabe der Quellen kenntlich gemacht worden sind.“

    Gliederung des PS-Essays (Beispiel)

    Einleitung
    •    Hinführung zum Thema
    •    Zur allgemeinen Relevanz des Themas
    •    Knappe Kontextualisierung / Einordnung in die wiss. Debatte.

    Hauptteil
    •    Darstellung des zu untersuchenden Textes
    •    Darstellung der Hauptaussagen des thematisierten Textes
    •    Diskussion dieser Thesen (= „Kritische Würdigung“, möglichst mit Reflexion des Entstehungskontexts des untersuchten Texts)
    •    Eigenes Fazit.

    Schluss
    •    Gesamtergebnis und Ausblick.

    3.    Wichtige Leitfragen zur eigenen Überprüfung

    •    Hat die Arbeit einen roten Faden? (Schlüssigkeit der Gliederung)
    •    Folgt die Arbeit einer konkreten Fragestellung und gibt am Ende auch eine Antwort?
    •    Ist die Argumentation in sich schlüssig und ohne Widersprüche? Bauen die Argumente aufeinander auf?
    •    Erfolgt eine eigenständige Analyse der Quellen?
    •    Ist die aktuelle und einschlägige Forschungsliteratur berücksichtigt?
    •    Sind eigenständige Thesen formuliert oder nur aus der Literatur übernommen?
    •    Sind die aus der Forschung übernommenen Aussagen inhaltlich korrekt dargestellt?
    •    Ist die Literaturarbeit sorgfältig belegt (sind alle Aussagen durch Quellenangaben abgesichert, sofern es sich nicht um eigene Einschätzungen handelt)?
    •    Sind die direkten und (!) indirekten Zitate kenntlich gemacht?
    •    Ist die wissenschaftliche Form tadellos (Bibliographie, Fußnoten etc.)?
    •    Ist die äußere Form in Ordnung (Satz, Verzeichnisse etc.)?

     

    (Stand: Juni 2018)